Wie Logistik Schmitt die Emissionsvorteile seiner E-Lkw-Flotte für Kunden transparent macht
Mit mehr als 50 E-Lkw betreibt Logistik Schmitt eine der größten E-Lkw-Flotten Deutschlands und zählt zu den Vorreitern der Elektromobilität im Straßengüterverkehr. Für Auftraggeber wie Schaeffler fahren die Lkw längst elektrisch. Nun sollen die daraus resultierenden CO₂-Reduktionen in Form von Nachweisen sichtbar gemacht werden. Wie viel CO₂ das gegenüber einer Dieselfahrt einspart, macht pacemaker.ai als Technologiepartner für jede Sendung nachweisbar.

Ausgangssituation
Logistik Schmitt hat bereits früh in Elektromobilität investiert, lange bevor emissionsarme Transporte zum festen Bestandteil von Ausschreibungen wurden. Mit der steigenden Nachfrage nach klimafreundlicheren Transporten wuchsen jedoch auch die Anforderungen an Transparenz und Nachweisbarkeit.
Anfangs ging es in den Gesprächen mit Kunden vor allem um die Technik. Wie kann Elektromobilität im Schwerlastverkehr eingesetzt werden? Später kamen dann weitere Fragen hinzu. Wie viel CO₂ sparen die elektrischen Transporte tatsächlich ein? Mit den steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeitsberichte und ESG-Kennzahlen genügt es heute nicht mehr, Emissionen zu senken. Die Einsparungen sollen sich transparent, nachvollziehbar und belastbar dokumentieren lassen.
Vom Praxispartner zur elektrifizierten Flotte
Die Erfahrung von Logistik Schmitt mit elektrischen Lkw reicht bis zu den Anfängen des eActros zurück. Der vollelektrische Lkw von Daimler Truck wurde speziell für den schweren Verteilerverkehr und den Fernverkehr entwickelt. Aus der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Hersteller wurde Logistik Schmitt als Praxispartner ausgewählt. Vom ersten eActros bis zum heutigen eActros 600 hat Logistik Schmitt seinen Fuhrpark Schritt für Schritt elektrifiziert und dabei umfangreiche Praxiserfahrung im elektrischen Schwerlastverkehr aufgebaut.
Transparenz auf Sendungsebene
Gemeinsam mit pacemaker.ai werden die Transportemissionen von Logistik Schmitt automatisiert auf Sendungsebene berechnet, also für jede einzelne Lieferung statt als pauschaler Durchschnittswert. Die Berechnung erfolgt über das Modul Transport Emissionen der Sustainability Management Platform von pacemaker.ai nach den Standards GLEC v3 und ISO 14083. Die zugrunde liegende Methodik ist TÜV-geprüft.
So werden die tatsächlichen Emissionen eines Transports sichtbar, ebenso wie die Einsparungen gegenüber konventionellen, dieselbetriebenen Fahrten. Auf Basis der Primärdaten der E-Lkw summiert sich die Reduktion der Emissionen für 2025 auf 157 Tonnen CO₂e, im Schnitt rund 875 Kilogramm pro Transport.
Was transparente Daten in der Transportbranche bedeuten
Für Verlader zählt, Nachhaltigkeit belegen zu können. Transparente Emissionsdaten schaffen die objektive Grundlage dafür, Transporte zu vergleichen und Investitionen mit belastbaren Kennzahlen zu hinterlegen.
Entlang der gesamten Automotive-Lieferkette wird das Thema Nachhaltigkeit zudem zunehmend professioneller und datengetriebener gedacht. Wo früher vor allem Kosten, Qualität und Liefertreue im Vordergrund standen, gehören CO₂-Emissionen heute fest zu Ausschreibungen, Lieferantenbewertungen und strategischen Entscheidungen. Pauschale Werte genügen dabei immer seltener. Gefragt sind transportbezogene, belegbare Nachweise.
Warum sich die Investition in Green Logistics auszahlt
Der frühe Einstieg in die E-Mobilität im Transportbereich zahlt sich für Logistik Schmitt auf mehreren Ebenen aus. Als die Dieselpreise infolge des Kriegs in der Ukraine stark stiegen, betrieb Logistik Schmitt bereits einen Teil der Flotte mit selbst erzeugtem Strom aus Photovoltaik und mit planbaren Strompreisen. Ein E-Lkw kostet in der Anschaffung zwar das 2,5- bis 3-fache eines vergleichbaren Diesel-Lkw. Förderprogramme in der Anfangsphase und die aktuelle Mautbefreiung für E-Lkw in Deutschland schaffen jedoch einen deutlichen wirtschaftlichen Vorteil. Auf einzelnen Relationen, die zuvor unter hohem Kostendruck standen, ist das Unternehmen damit wieder wettbewerbsfähig.
Gelohnt hat sich die Investition dabei nicht nur wirtschaftlich. Logistik Schmitt kann Auftraggebern heute Transportlösungen anbieten, die sich im elektrischen Schwerlastverkehr bereits bewährt haben. Greifbar für den Kunden wird dieser Vorteil durch die belegbare Reduktion der Emissionen, gemeinsam mit pacemaker.ai.


Dieses Projekt zeigt, wie sich die Vorteile elektrischer Transporte für Kunden skalierbar nutzbar machen lassen: durch verlässliche Emissionsdaten, klare Standards und eine transparente Kommunikation.
Foto: Matthias Rathmann
Ausblick
Schaeffler erhält durch die Zusammenarbeit von Logistik Schmitt und pacemaker.ai belastbare, transparente Emissionsnachweise für seine Transporte und kann diese für eigene Nachhaltigkeitsziele und Reporting-Anforderungen verwenden. Zugleich wird sichtbar, welchen Beitrag die Investition von Logistik Schmitt in Elektromobilität in Bezug auf Emissionsreduktionen leistet.
Je mehr Auftraggeber transportbezogene Emissionsdaten in Berichterstattung und Vergabeentscheidungen einbeziehen, desto größer wird der Nutzen, die Vorteile elektrischer Transporte über einzelne Relationen hinaus verfügbar zu machen. Die Lösung von pacemaker.ai wächst dabei mit der Flotte und der Nachfrage mit. Mechanismen wie Book & Claim könnten hier nächste Schritte eröffnen.
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