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Wie ONLINE Systemlogistik als erstes deutsches Stückgutnetz die Verifizierung nach ISO 14083 durchlaufen hat

ONLINE Systemlogistik (OSL) organisiert flächendeckende Stückgutverkehre in Deutschland und Europa über ein HUB-&-Spoke-System. Das Netz umfasst aktuell 102 nationale und internationale Partner, durchweg mittelständische Transport- und Logistikunternehmen. Um die Treibhausgasemissionen im gesamten Stückgutnetz zu erfassen und auszuwerten, nutzt OSL das Modul Transport Emissions auf der Sustainability Management Platform von pacemaker.ai. Auf dieser Grundlage hat OSL nach aktuellem Stand als erstes deutsches Stückgutnetz das Verifizierungsverfahren nach ISO 14083 erfolgreich durchlaufen.

Ein neuer Standard für die gesamte Transportkette

Belastbare Emissionswerte werden für die Transportbranche zunehmend zum Geschäftsfaktor, denn immer mehr Auftraggeber fragen CO₂-Werte bereits in der Ausschreibung ab. Der Maßstab dafür ist seit 2023 die ISO 14083. Sie löst die DIN EN 16258 ab, gilt für multimodale Transportketten und bezieht neben den Emissionen aller Verkehrsträger auch jene ein, die beim Warenumschlag an den HUBs entstehen.

OSL arbeitet seit langem systematisch an diesen Themen. Das Umweltmanagement des Stückgutnetzes ist seit 2002 nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert, seit 2014 ist zusätzlich die Berechnung von Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen nach DIN EN 16258 zertifiziert. Mit der neuen Norm verfolgte OSL zwei Ziele. Die Emissionen im gesamten Partnernetz sollten auf Basis realer Daten erfasst und ausgewertet werden. Zugleich sollte jedes Partnerunternehmen die Plattform für die eigene Emissionsmessung und Nachhaltigkeitsberichterstattung nutzen können.

Reale Daten statt Durchschnittswerte

OSL legte von Beginn an Wert darauf, mit realen Daten zu arbeiten statt allein mit Durchschnittswerten. Dafür erfassten alle Partner die Stammdaten sämtlicher Fahrzeuge: Fahrzeugtyp vom Transporter bis zum Sattelzug, zulässiges Gesamtgewicht von 3,5 bis 72 Tonnen und eingesetzter Kraftstoff, von Benzin, Diesel und CNG über LNG und Bio-LNG bis zu Strom und Ökostrom.

Diese Daten sind auf der Plattform hinterlegt und decken das gesamte Netz ab. Erfasst sind sämtliche Hauptläufe zwischen den 102 Partnern und dem Zentral-HUB in Schlitz beziehungsweise den Regional-HUBs, dazu alle Vor- und Nachläufe sowie die Direktverkehre. Auch der Energieverbrauch und die CO₂-Emissionen der HUBs selbst fließen ein. Seit Anfang 2025 werden die Emissionen aller OSL-Partner und aller Sendungen im Stückgutnetz über die Plattform bereitgestellt und ausgewertet. Das Modul Transport Emissions berechnet sie auf Sendungsebene gemäß GLEC v3 und ISO 14083. Die Implementierung begleitete das Team von pacemaker.ai mit Schulungen und praktischen Hinweisen.

„Bei der Emissionserfassung auf Sendungsebene war es uns wichtig, mit echten Daten zu arbeiten. Die Lösung haben wir mit pacemaker.ai entwickelt: Wir erfassten von unseren über 102 Partnern die Stammdaten aller Fahrzeuge. Auf dieser Basis erfolgen Erfassung und Auswertung. Die Ergebnisse stehen allen OSL-Partnern zur Verfügung."

Petra Welling, Geschäftsführerin, ONLINE Systemlogistik (OSL)

Verifizierung durch ein unabhängiges Prüfunternehmen

Die Emissionserfassung und -auswertung schuf die Voraussetzung für das Verifizierungsverfahren nach ISO 14083. Die Berechnungsmethodik des Moduls Transport Emissions wurde durch den TÜV Rheinland geprüft. Unabhängig davon verifizierte ein weiteres Prüfunternehmen die Anwendung dieser Methodik bei zehn Pilotpartnern der OSL. Im Oktober 2025 kontrollierte das Prüfunternehmen vor Ort, ob die erfassten Daten mit den übermittelten Werten übereinstimmen, und bestätigte die vollständige Erfüllung der Normanforderungen. Im April 2026 folgte der Verifizierungsnachweis. Diese Stichprobe bildet die Grundlage für die ausgestellte Verifizierung und eine Ausweitung auf das gesamte Partnernetz in den Folgejahren. Damit ist OSL nach aktuellem Stand das erste deutsche Stückgutnetz, das dieses Verfahren erfolgreich durchlaufen hat.

Ausblick: Jährliche Verifizierung als Basis für Emissionsreduktion

Das Stückgutnetz setzt seit seiner Gründung 1995 auf hohe Standards im Qualitäts- und Umweltmanagement und prüft die Performance seiner Partner auch in internen Audits laufend. Das Verifizierungsverfahren nach ISO 14083 soll darum jährlich wiederholt werden. Weil die Emissionserfassung auf regelmäßig aktualisierten Fahrzeug- und Kraftstoffdaten beruht, verfügen alle Partner über belastbare Vergleichsgrößen. Auf Basis der jährlich aktualisierten Daten will OSL gemeinsam mit seinen Partnern konkrete Reduktionsziele definieren und deren Fortschritt regelmäßig nachverfolgen. So sollen der Verbrauch fossiler Kraftstoffe und die daraus resultierenden Treibhausgasemissionen im gesamten Netz deutlich sinken.

„Glückwunsch an das OSL-Team zu diesem Meilenstein. Sie haben vom ersten Tag an auf echte Daten gesetzt, und wir freuen uns, dass wir sie mit unserer Lösung Transport Emissions durch die Verifizierung begleiten konnten"

Tim Hoffmann, Senior Sustainability Product Manager, pacemaker.ai

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